home

Hirsch, M. (Hrsg.) (2002): Der eigene Körper als Symbol? Der Körper in der Psychoanalyse von heute. Psychosozial-Verlag, Gießen

Welche Bedeutung nimmt der Körper innerhalb der Psychopathologie und insbesondere der Psychoanalyse ein? Der Ausgangsgedanke ist, dass der Körper sowohl unbewältigte psychische Konflikte und Defizite, als auch Traumafolgen und deren Abwehr mehr oder weniger symbolisch Ausdrückt. Unter diesem Aspekt werden zeitgenössische Krankheiten wie Selbstverletzung und Ess-Störungen gedeutet. Die Besonderheiten des therapeutischen Vorgehens bei wenig symbolisierten Körpersyndromen in Theorie und Praxis werden beschrieben. Dabei wird die Kommunikationsfunktion des Körpers in der analytischen Psychotherapie untersucht. Einer der Beiträge befasst sich mit nichtsymbolisierten Körpersymptomen in frühester Kindheit, ein anderer stellt die Verbindung zu modernen Formen der Körperkultur wie Tattoo und Piercing her. In der Abhandlung über die geschichte des Psychoanalyse werden die Ursprünge der Symbolbedeutung des Körpers aufgespürt und in ihrer Weiterentwicklung nachvollzogen.
In weiteren Beiträgen sind literarische Werke Heinrich v. Kleists und Georges-Arthur Goldschmidts Gegenstand der Untersuchung zum Thema Symbolfunktion des eigenen Körpers.

  • Bücher