Hirsch, M. (Hrsg.) (1998): Der eigene Körper als Objekt. Zur Psychodynamik selbstdestruktiven Körperagierens. Unveränd. Neuaufl. Verlag Psychosozial, Gießen
Die Häufigkeit schwerer psychischer Störungen scheint zu wachsen, in denen der eigene Körper wie ein äußeres Objekt erlebt und in der Phantasie sowie durch entsprechendes Agieren destruktiv behandelt wird. Solche Krankheitsbilder zwischen schweren psychischen und psychosomatischen Störungen reichen von Hypochondrie und Depersonalisation über die Essstörungen bei Anorexie bis hin zu den verschiedenen Formen der Selbsbeschädigung bzw. Herstellung artifizieller Krankheit. Stets handelt es sich dabei um einen Versuch, durch Abspaltung des Körperselbst das Gesamtselbst zu erhalten. Alle diese nosologischen Einheiten werden in diesem Buch phänomenologisch beschrieben und auf psychoanalytischer Grundlage ausführlich auf ihre Psychodynamik hin untersucht.
Über dieses Buch: „Die psychoanalytische Erforschung der Formen selbstdestruktiven Körperagierens … steckt noch in den Anfängen. So ist das Verdienst des Herausgebers, dem Leser einen profunden Einstieg in die Literatur und den aktuellen Stand der Diskussion zu Theorie und Therapie dieser schweren und z.T. sehr verbreiteten seelischen Störungen zu vermitteln.“ Günter Reich, Göttingen.






